Bei genauerer Betrachtung haben die auf den ersten Blick so ähnlichen Geräte nur wenig gemein – abgesehen vom neuen Übertragungsstandard Mesh 2.
Das 50R ist schlanker und windschnittiger
Maximale Bedienerfreundlichkeit und einen erweiterten Liefer- und Funktionsumfang bietet das 50S mit Jog-Dial-Bedienung. Am Helm montiert, ist es dafür ein echter Kaventsmann. Schlanker und im Praxiseinsatz windschnittiger, fällt das Modell 50R aus. Auf sinnvolle Details des 50S muss der Fahrer dafür stellenweise verzichten. Doch der Reihe nach.
Wer zählen kann, ist beim 50R klar im Vorteil
Im Falle des 50R übernehmen drei in Reihe liegende Tasten dieselben Funktionen. Fühlen und abzählen ist also die Devise bei der Bedienung des 50R. Eine separate Telefontaste und eine für den Umgebungsmodus fehlen am 50R fehle. Entsprechend beherrscht nur das vollausgestattete 50S die Funktion, die Umgebungsgeräusche über die Helmlautsprecher wiederzugeben. Die am 50R fehlende Telefontaste wirkt sich nur geringfügig auf die Bedienung aus. Während beispielsweise Telefonate über das 50S mit diesem Knopf direkt beendet werden können, wird am 50R ersatzweise die mittlere Taste für zwei Sekunden gehalten. Das ist reine Gewöhnungssache.
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Die Beziehung mit dem 50R ist von Dauer
Deutlicher fallen da schon die unterschiedlichen Befestigungsvarianten beider Geräte auf. Während das flachere 50R dauerhaft am Helms fixiert wird, kommt das größere 50S mit einem Halter daher, von dem sich das Bedienteil auch nachträglich wieder abnehmen lässt. Soll es geladen werden, ist das praktischer als die feste Fixierung des 50R, bei dem der gesamte Helm neben der Stromquelle platziert werden will. Dem Gehäuse des 50R entspringt ein schlichter Kabelbaum mit Sena-Systemsteckern. Auf Buchsen für Klinkenstecker verzichtet es gänzlich.
Technisch hat das 50R einen großen Schritt nach vorn gemacht. Neue HD-Lautsprecher geben dabei in erster Linie Gespräche klar und verzerrungsfrei wieder. Wer auf höchsten Musikgenuss hofft, dürfte hingegen etwas enttäuscht sein. Mittlere und tiefe Frequenzen können die kleinen Membranen kaum bieten. Verstärkt man den Bass-Bereich über die Konfiguration der Sena-App gezielt, fällt der Klang harmonischer und weniger höhenlastig aus. Der Regelbereich der Lautstärke ist praxisgerecht und fein abgestuft. Neu seit 50S und 50R ist der Zugang zu den digitalen Assistenten von Google und Apple. Dazu muss zunächst das Smartphone gekoppelt werden, was in unserem Test einfacher ging denn je. Binnen Sekunden gelingt die Kopplung gleich im ersten Versuch. Die hervorragende Aufnahmequalität des Mikrofons sorgt anschließend dafür, dass unsere gesprochenen Worte und auch diktierte Adressen von den Smartphones fehlerfrei verstanden werden.
Apropos Mikrofon: Während das Sena 50R mit zwei Mikrofonen ausgeliefert wird – einem Schwanenhalsmikro mit Klebebefestigung auf der Helmschale und einem kabelgebundenen für den Einbau in Integralhelme – liegt dem 50S bei gleichem Verkaufspreis ein drittes Mikrofon bei. Ebenfalls mit Schwanenhals ausgestattet, verankert es sich direkt im Halter des 50S, ohne dass man es separat befestigen muss.
Das 50R erkennt acht Sprachen
Die bereits bekannte Sprachsteuerung der Sena-Systeme, um während der Fahrt die Eingangsquelle wechseln zu können oder die Lautstärke zu ändern, ist bei dem 50R neuerdings in acht Sprachen möglich. Wer sich die dazu nötigen Befehle einprägt, braucht während der Fahrt keine Hand mehr vom Lenker zu nehmen. Spricht man den Befehl nicht wie im Handbuch vorgesehen, ignoriert das System jedoch die Eingabe. Das erfordert etwas Übung, klappt im Großen und Ganzen aber gut. Alternativ können beide Geräte auch weiterhin über eine der vier erhältlichen Fernbedienungen am Lenker gesteuert werden. Dank der neuen Mesh-2.0-Technik treten während unseres Tests kaum Störungen bei der Übertragung auf. Senas patentierte Advanced Noise Control, die zusätzlich Hintergrundgeräusche herausfiltern soll, brachte im Praxistest nur geringfügige Vorteile. Frei von Störgeräuschen war die Übertragung nur selten. Gute Verständigung war aber jederzeit gewährleistet. Die Verbindung bleibt stabil, solange man in Sichtweite bleibt oder zumindest die einzelnen Nutzer einer größeren Gruppe das jeweils vorausfahrende und nachfolgende Mitglied nicht aus den Augen verlieren. Sobald ein festes Hindernis zwei Gesprächspartner trennt, reißt an dieser Stelle jedoch die Übertragungskette ab. Verlorene Verbindungen werden automatisch wiederhergestellt, sobald man sich erneut in Reichweite befindet. Das flexible System optimiert zudem permanent die bestehende Übertragung, was in den meisten Fällen zu einer zuverlässigen Verbindung und klarer Sprachqualität führt, aber auch Rechen- und damit Akkuleistung fordert. Im Mesh-Modus halten die Geräte daher längst nicht so lange durch, wie im Bluetooth-Betrieb.
Drei Sprachmodi mit bis zu 24 Teilnehmern
Mit Group Mesh, Open Mesh und Bluetooth-Intercom bietet die 50er-Serie gleich drei verschiedene Gesprächsmodi an. Über Group Mesh wird eine private Gruppe von bis zu 24 Teilnehmern erstellt, während über Open Mesh sämtliche Mesh-Nutzer in Reichweite miteinander sprechen können. Optional gibt es weiterhin das klassische Vier-Wege-Bluetooth-Intercom für bis zu vier Gesprächspartner. Fast alle älteren Sena-Geräte können zudem über ein Software-Update dazu gebracht werden, sich mit der getesteten 50er-Serie zu koppeln. Es ist also niemand zum Aufrüsten gezwungen, nur weil sich einer im Freundeskreis das neueste Sena-Gerät gönnt.
Bei der Vorstellung der neuen Geräte versprach Sena verbesserten Tragekomfort. Ob der wirklich den abgeschrägten Kanten der Lautsprecher zu verdanken ist, wagen wir zu bezweifeln. Fakt ist aber: Nach dem Einbau in unsere Testhelme ist von den Systemen nichts zu spüren. Die Lautsprecher passen perfekt in die vorhandenen Aussparungen im Inneren des Helms.
Fahrer, die das System ausschließlich über Sprachbefehle steuern wollen und sich für die schmalere Bauform begeistern, dürften zum 50R greifen. In Bezug auf Sprachqualität und Mesh-2.0-Technologie nehmen sich die Geräte der 50er-Serie nichts.
Praxistauglichkeit
15 /20
Pro
- gutes Management der unterschiedlichen Eingangsquellen (z.B. Intercom während Musikwiedergabe)
- klein und windschnittig
Contra
- Bedienbarkeit der Tasten weniger intuitiv als am 50S
- Gerät muss am Helm geladen werden
Material/Verarbeitung
15 /15
Pro
- Kunststoffgehäuse, wetterfest
- schlanke Bauform
- kräftige Klebepads
Contra
- nicht abnehmbar
- kein Drehregler
- kein Umgebungsmodus
- keine Telefon-Taste
- keine ausklappbare Antenne
Pro
- Bedienteil
- Helmklemme (50R zur festen Klebemontage)
- HD-Lautsprecher
- kabelgebundenes Mikrofon, Schwanenhalsmikro zum festkleben
- WiFi-Ladekabel für automatische Firmware-Updates
Contra
- Schwanenhalsmikro am Halter fixiert fehlt (im Lieferumfang des 50S enthalten)
Pro
- 155 Gramm (montiert, inklusive Lautsprechern, Schwanenhalsmikrofon, Halter und Bedienteil)
- 13 Stunden im Bluetooth-Betrieb
- 8 Stunden im Mesh-Betrieb
Sprachqualität/Reichweite
20 /25
Pro
- stabile Funkverbindung bei Sichtkontakt
- verlorene Verbindungen stellen sich selbsttätig wieder her
- klare Sprachwiedergabe
- klare Sprachaufnahme des Mikrofons
Contra
- verliert man durch Bebauung oder Topographie den Blickkontakt, reißt auch die Sprachverbindung ab
Obwohl das 50R auf das abnehmbare Bedienteil, etwas Akkukapazität und komfortable Bedienbarkeit verzichtet, ist es kaum leichter und nur ein wenig schmaler als das voll ausgestattete 50S. Der Umgebungsmodus fehlt komplett – und das zum identischen Preis.