Triumph Rocket 3 Storm R & GT – AUS DEM WEEEEG!

Triumph spendiert der Rocket 3 ein Power-Upgrade. Mit 15 PS mehr kommt der 2,5-Liter-Bolide jetzt auf 182 PS. Auch das Drehmoment legt zu – auf 225 Nm!
Triumph Rocket 3 Storm R & GT – AUS DEM WEEEEG!
Triumph Rocket 3 Storm R & GT – AUS DEM WEEEEG! Markenzeichen: Zwei gleich große, runde Scheinwerfer nebeneinander – so jagt die Rocket seit 20 Jahren über die Pisten dieser Welt
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19.03.2024
| Lesezeit ca. 4 Min.
Triumph
Es ist ja nicht so, dass die Triumph Rocket 3 auch nur ansatzweise untermotorisiert wäre. 167 PS, 221 Nm – diese Leistungsangaben stellen so ziemlich alles in den Schatten, was sich jemals in der Welt der serienmäßigen Power-Bikes von einem Datenblatt ablesen ließ. Aber mehr geht bekanntlich immer. Darum legen die Briten jetzt noch einen drauf – und lassen das Motorrad mit dem weltweit größten Hubraum (2,5 Liter) noch gewaltiger dastehen: 15 PS mehr Leistung, 4 Nm mehr Drehmoment, macht 182 Pferdestärken und 225 Newtonmeter für die „stürmischen Schwestern“ Rocket 3 Storm R und Rocket 3 Storm GT. Heidewitzka!

Neue Generation zum 20. Geburtstag

Die neue Rocket Storm tritt pünktlich zum 20-jährigen Geburtstag des Muscle-Roadsters an. Von 2004 bis 2017 schickte Triumph die als „Rocket III“ gestartete erste Generation der Dreizylinder-Volldampfmaschine auf die Highways dieser Welt. 140 PS, 200 Nm und 2,3 Liter Hubraum waren damals der blanke Irrsinn. Heute sind sie es eigentlich auch noch, aber Triumph hat aus der einstigen Wuchtbrumme ein echt modernes, von jedermann fahrbares Bike gemacht. Schräglagenabhängige Traktionskontrolle und Kurven-ABS (IMU-unterstützt), Ride-by-Wire-System, vier Fahrmodi (Straße, Regen, Sport, frei konfigurierbar), Tempomat, vollfarbiges TFT-Display, Connectivity, schlüssellose Zündung, beleuchtete Lenkerschalter – alles dabei, was das Motorradfahren heutzutage angenehm und sorgenfrei macht.

Grandiose Leistungsentfaltung

Beschleunigung und Performance sind über jeden Zweifel erhaben: Die Rocket 3 beamt sich durch Zeit und Raum wie ein Achtzylinder-Coupé – unfassbar souverän, ausgesprochen fulminant und geradezu verstörend leicht, gemessen an den rund 320 kg Fahrgewicht. Meist hilft nur der Blick auf den Tacho, um ein Gefühl fürs reale Tempo zu bekommen. Auf einsamen Landstraßen ist man schnell mal 50, 60 km/h zu schnell, ohne auf dem schweren Asphaltgleiter auch nur zu ahnen, in welchen Geschwindigkeitsregionen man sich bereits bewegt. Beruhigend dabei: Die radialen Brembo Stylema-Bremssättel mit zwei 320-mm-Scheiben fangen die Hinckley-Rakete jederzeit beherzt wieder ein. Um es mit den Worten von Paul Stroud zu sagen, Chief Commercial Officer von Triumph: „Der Brembo M4.32 4-Kolben-Radial-Monobloc-Bremssattel und die damit kombinierte 300-mm-Scheibe am Hinterrad sind größer und leistungsfähiger dimensioniert als die Vorderradbremse vieler Motorräder.“

Kundenwunsch: noch mehr Power

Mehr als 18.000 Einheiten hat Triumph seit der Einführung des 2,5-Liter-Motors im Jahr 2019 verkauft. „Durch das Feedback unserer Kunden wissen wir, dass sie den muskulösen Auftritt und die atemberaubende Performance der Rocket lieben“, sagt Stroud. „Und wir wissen auch, dass die Fahrer sich noch mehr wünschen. Deshalb haben die neue Rocket 3 Storm R und GT ein spürbares Plus bei Leistung und Drehmoment, noch mehr Agilität, einen noch dunkleren, stimmungsvolleren Stil sowie eine noch stärkere Präsenz auf der Straße erhalten.“

Kompletter „Blacked-out“-Auftritt

Optisch unterscheiden sich die beiden Storm-Modelle – neben ihrer Ausrichtung als Power-Roadster (mittige Fußrasten) und Reise-Gran-Turismo (nach vorn verlegte Fußrasten) – durch die Farbgebung: Der Tank der Storm R ist oben dezent farbig, unten dunkel; bei der Storm GT ist es genau umgekehrt. Beide Modelle legen einen kompletten „Blacked-out“-Auftritt hin: schwarz pulverbeschichtete Cover am Einlasstrakt und den unterarmdicken Auspuffrohren, schwarz eloxierte Oberflächen für nahezu alle anderen Anbauteile und Komponenten – Rahmenheck, Schwinge, Gabel, Riser und Lenkerklemmungen, Federbeinumlenkung, Sitzbankcover, Fußrasten samt Halterungen, Brems- und Schalthebel, Handhebel und Seitenständer.

Einstellbare Showa-Federung

Technisch lässt die Rocket eigentlich keine Wünsche offen: Fürs beeindruckende Handling sorgen Federelemente von Showa. Hinten kümmert sich ein in Zug- und Druckstufe sowie in der Vorspannung einstellbares Zentralfederbein mit Ausgleichsbehälter um die 107 mm Federweg. Vorn sorgt eine massive Upside-down-Gabel (47 mm) für Ruhe im 17-Zoll-Vorderrad (hinten: 16 Zoll); Zug- und Druckstufe sind einstellbar. Die Sitzhöhe beträgt moderate 773 mm bei der Storm R; 750 mm sind es bei der Storm GT. Der Radstand misst kapitale 1.677 mm bei einer opulenten Gesamtlänge von 2.365 mm.

Preise und Verfügbarkeit – Aufpreis 1250,-- Euro

Die Preise in Deutschland starten bei 25.895,-- Euro für die Rocket 3 Storm R (Österreich: 29.995,-- Euro) und 26.695,-- Euro für die Rocket 3 Storm GT (Österreich: 30.995,-- Euro). Zum Vergleich: Aktuell gibt es die Rocket 3 R hierzulande ab 24.645,-- Euro, die GT ab 25.445,-- Euro. Vier Jahre Herstellergarantie und zwei Jahre Mobilitätsgarantie sind wie gehabt im Preis enthalten. On top kommen jeweils die Händlernebenkosten. Die Wartungsintervalle betragen kundenfreundliche 16.000 km. Die Storm-Sisters sind ab sofort im Handel.
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Triumph Rocket 3 Storm R - Baujahr: 2024
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Kommentare (1)
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Speedboy
31.03.2024 22:00


Mehr Power ist nicht immer besser
Mal ehrlich, wer braucht denn bitte 182 PS auf zwei Rädern? Die Rocket 3 war schon vorher ein Monster, und dieses Power-Upgrade klingt mehr nach einem Wettrüsten als nach echtem Fortschritt. Motorräder sollen Spaß machen und fahrbar sein, nicht nur geradeaus schnell. Die Triumph Rocket 3 mag ein beeindruckendes Bike sein, aber ich frage mich, ob sie nicht die falsche Richtung einschlägt, indem sie immer mehr Leistung hinzufügt, anstatt auf Fahrbarkeit und Handlichkeit zu setzen.