Royal Enfield Continental GT oder Interceptor 650?

Optisch so ähnlich und in Fahrt doch völlig unterschiedlich.
Royal Enfield Continental GT oder Interceptor 650? Royal Enfield Continental GT 650 mit Stummellenker
Royal Enfield Continental GT oder Interceptor 650? Royal Enfield Interceptor 650 mit Rohrlenker
9 Bilder
03.08.2020
| Lesezeit ca. 2 Min.
Alexander Klose
Die beiden 650er Schwestern Royal Enfield Interceptor und Continental GT unterscheiden sich in entscheidenden Details. Sportlicher kommt die Continental GT daher und verzichtet – leider – auf den praktischen Hauptständer der Interceptor. Im Gegensatz zum runden, tropfenförmigen Tank der Interceptor, fällt der Tank des Stummellenkermodells kantiger aus. Gerade verläuft seine untere Linie bis zum Lenkkopf, weniger rund ist er im Bereich des Knieschluss ausgeformt.

Cafe-Racer-Sitzposition auf der Continental GT

In Kombination mit dem Stummellenker ergibt sich eine Sitzposition in bester Cafe-Racer-Manier, ohne dabei unbequem zu werden. Optimal sind die nach hinten versetzten Fußrasten positioniert und ergeben eine sportlich-entspannte Sitzposition. Die Last auf den Handgelenken ist geringer als befürchtet. Harmonischer als die rohrlenkerbestückte Interceptor wirkt sie, die ihren aufrecht sitzenden Fahrer recht nah an den Tank holt. Daher ist die Continental GT selbst auf langen Strecken das bequemere Motorrad. Schöner ist sie ohnehin. Ihre speckig beschichtete Gabelbrücke mit dem eingelassenen Royal-Enfield-„R“ wirkt beinahe antik, so dass man sich, in Kombination mit den analogen Rundinstrumenten, tatsächlich auf einem alten Engländer wähnt.

Schöner Sound bei 92 dB(A) Standgeräusch

Als äußerst fahraktiv präsentiert sich bei beiden das neutrale Harris-Chassis und der ebenso seidenweiche wie drehfreudige Twin. Bei höheren Touren klingt er durchaus sportlich, ohne dabei jemals aufdringlich oder gar laut zu werden. Wer nach einem leisen Motorrad mit schönem Klang sucht: die Royal Enfields sind ein Paradebeispiel dafür, dass es möglich ist. Bei 92 dB(A) liegt das Standgeräusch. Endlich Motorräder, die ich ohne schlechtes Gewissen und ohne jemanden zu belästigen nach Herzenslust bewegen kann. Jede Menge Spaß machen dabei ihre 47 PS und das bereits bei verträglichen Geschwindigkeiten, in denen ich mir um meine Fahrerlaubnis noch keine Sorgen machen muss.

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Elektronische Einspritzung und Bosch-ABS

Sorgen sind mir auf beiden Royal Enfields ohnehin fremd. Erstaunlich perfekt funktioniert die Symbiose aus alter Optik und moderner Technik. Spontan springt der Einspritzer an und glänzt mit besten Manieren. Den soliden Bremsen – vorn genügt eine einzelne Bremsscheibe – steht ein Bosch-ABS wachsam zur Seite. Ihre überschaubare Leistung in unterschiedlichen Fahrmodi zu präsentieren, ersparen mir die sympathischen 650er. Sie beschränken sich auf das Wesentliche. Auf die Essenz des Motorradfahrens.

Die harmonischere Royal Enfield

Verglichen mit der Interceptor ist die Continental GT das harmonischere Motorrad. Ihr gesamtes Arrangement fügt sich zu einem stimmigeren Bild zusammen – zumindest in meinen Augen.
Spaß machen zweifelsohne beide Royal Enfields.

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Royal Enfield Interceptor 650 - Baujahr: 2021
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