Neuvorstellung BMW R 1300 GS – DA IST DAS DING!

Es ist so weit: BMW Motorrad hat das Tuch von der neuen großen GS gezogen! Neue Optik, neue Features, mehr Leistung. Alles über die neue BMW R 1300 GS.
Neuvorstellung BMW R 1300 GS – DA IST DAS DING!
Neuvorstellung BMW R 1300 GS – DA IST DAS DING! Neu im GS-Portfolio ist die Modellvariante Option 719 Tramuntana. Hier gehören unter anderem goldene Kreuzspeichenräder, die exklusive Lackierung in Aurelius Green Metallic sowie schwarze Zylinderkopfdeckel zur Serienausstattung.
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28.09.2023
| Lesezeit ca. 11 Min.
Eine neue GS ist immer auch ein Ereignis, nicht bloß ein neues Motorrad. Zu wichtig ist das Bike für Glanz und Glorie und den weltweiten Erfolg von BMW Motorrad. Zu bedeutsam ist sie für den Markt, zu prägend für den Wettbewerb. Und zu hoch liegt die Messlatte, will man der scheinbar ewigen Nummer eins der Zulassungsstatistik stückzahlentechnisch an den Karren fahren – Händlerzulassungen hin oder her.
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Um mal ein Gefühl dafür zu bekommen: BMW Motorrad verkaufte in den ersten acht Monaten 2023 in Deutschland – trotz der nahenden Modellablösung – mehr als doppelt so viele R 1250 GS und GS Adventure (zusammen 6.557 Stück) wie die Nummer zwei am Markt (Kawasaki Z900, 3.152 Stück). Im vergangenen Jahr setzten die Spree-Bayern bundesweit mehr Einheiten von ihrer Nummer eins ab (8.530 Stück), als die Zulassungs-Topseller zwei bis vier in Summe auf die Straße brachten.

Großer Bahnhof in Berlin

Der große Bahnhof, den BMW Motorrad im Zuge seiner offiziellen 100-Jahr-Feier am 28. September im Werk Berlin-Spandau veranstaltet, ist so gesehen der denkbar beste Rahmen für die Weltpremiere der nächsten Generation des globalen Bestsellers. Ausweiskontrollen an den Eingängen, Security-Männer für die geladene Polit- und Wirtschaftsprominenz – das ganz große Besteck halt. Und das hat sie sich allem Anschein nach auch verdient, die neue, deutlich schlankere und stärker auf Offroad getrimmte GS.

Das Erbe ist natürlich gewaltig: Mehr als eine Million Einheiten hat BMW Motorrad bislang von der ständig weiter entwickelten Boxer-Mutter aller schweren Reiseenduros gefertigt und verkauft – die Hälfte davon innerhalb der letzten zehn Jahre (siehe unten). „Die GS“ – das ist quasi das Synonym in der Motorradbranche für Langstreckentauglichkeit und Globetrottertum, vom Mythos her vergleichbar mit „der 911“ in Sportwagenkreisen oder „die Callas“ unter Arienfreunden.
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„Wettbewerb einmal mehr überraschen“

„Mit der neuen BMW R 1300 GS werden wir den Wettbewerb einmal mehr überraschen“, verspricht Thilo Fuchs, Baureihenleiter Boxermodelle wassergekühlt. Fuchs ist überzeugt: „Mit neuem Motor, herausragendem Handling und überzeugenden Fahreigenschaften wird sie sowohl auf der Straße als auch Offroad die Pace machen.“ Erster großer Trumpf der neuen GS ist das Gewicht. Satte zwölf Kilogramm konnten gegenüber dem Vorgängermodell eingespart werden. Bedeutet: Fortan wiegt die große GS fahrbereit „nur“ noch 237 kg. Das ist erfreulich wenig im Vergleich zum direkten Wettbewerb: Die Ducati Multistrada V4 tritt mit wenigstens 240 kg an, die Harley-Davidson Pan America 1250 mit mindestens 245 kg, die Triumph Tiger 1200 Rally Pro bringt wenigstens 249 kg auf die Waage (Rally Explorer: 261 kg).

Mit der neuen BMW R 1300 GS wollten wir dem Trend, immer größer zu werden, Einhalt gebieten und haben ihn sogar umgekehrt. Unser Team hat eine signifikante Reduzierung von Gewicht und Abmessungen erreicht, was zu einer extrem fokussierten und schlanken GS geführt hat. Die Technik des Motorrads ist so kompakt wie möglich gepackt.“Jochen Beck, Projektleiter BMW R 1300 GS

BMW R 1300 GS
Das Basismodell der neuen BMW R 1300 GS: "GS pur“ in Lightwhite uni. Leichtmetall-Gussräder in Nachtschwarz uni, flache(re) Tanksilhouette, zweifarbiger Sitzbezug in hellgrauer Textur, kurzer Windschild "Sport“.

Adaptive Fahrzeughöhenregelung

Der Radstand legt lediglich um vier Millimeter zu auf jetzt 1.518 mm. Radgrößen (19 Zoll vorn, 17 Zoll hinten), Bereifung und Federwege bleiben gleich. Vorn 190 mm, hinten 200 mm – das muss im Prinzip reichen. Erstmals bei BMW zu haben, ist die adaptive Fahrzeughöhenregelung. Die Sitzhöhe wird dabei – ähnlich wie bei Harley-Davidson Pan America oder Triumph Tiger 1200 – im Stillstand und bei langsamer Fahrt automatisch reduziert, im Falle der R 1300 GS von 850 mm auf 820 mm. Voraussetzung ist das neue elektronische Fahrwerk Dynamic Suspension Adjustment, kurz DSA.

Der Nachfolger des Dynamic-ESA-Fahrwerks kombiniert in Abhängigkeit von Fahrmodus, Fahrzustand und Fahrmanöver die dynamische Anpassung der Dämpfung vorne und hinten mit einer entsprechenden Anpassung der Federrate („Federsteifigkeit“). Für einen Beladungsausgleich sorgt die automatisierte Anpassung der Federbasis. Eine weitere Fahrwerksoption ab Werk ist die neue Sportfederung. 20 mm mehr Federweg vorn und hinten sowie eine sportlich-straffe Abstimmung sollen der BMW R 1300 GS zu mehr Offroad-Kompetenz verhelfen.

BMW R 1300 GS Trophy
Modellvariante GS Trophy: Grundfarbe Racingblue metallic, rot-weiße Tapes und Schriftzüge, Heckrahmen in Weiß metallic matt, hohe Rallyesitzbank (870 mm), Kühlerschutzgitter.

Leistungszuwachs auf 145 PS und 149 Nm

Leistungsmäßig bleibt die neue BMW R 1300 GS ihrer Ahnenreihe treu und legt erneut an Power zu – wie bislang jede GS. 145 PS bei 7.750 Touren und 149 Nm Drehmoment bei 6.500 U/min mobilisiert das komplett neue 1.300-ccm-Boxertriebwerk. Das sind neun Pferdestärken und sechs Newtonmeter mehr bei nahezu identischen Drehzahlen. Die neue R 1300 GS darf sich somit rühmen, das bis dato leistungsstärkste jemals gebaute BMW-Boxer-Bike zu sein. Maximaldrehzahl: 9000 Touren.

Der direkte Wettbewerb liegt bei den PS-Zahlen zwar darüber (150 bis 170 PS), dafür punktet die R 1300 GS mit dem höchsten Drehmoment – wohlgemerkt beim geringsten Gewicht. Für famose Fahrfreude dürfte somit gesorgt sein. Den Sprint von null auf 100 km/h veranschlagt BMW Motorrad mit 3,39 Sekunden. Spitze laut Pressemappe: „über 200 km/h“. Die aktuelle R 1250 GS ist mit 219 km/h eingetragen. Irgendwo da wird die R 1300 GS auch landen. Die Erwartungen an die Fahrleistungen sind dementsprechend hoch. Der Sound der neuen Auspuffanlage ist es in Maßen: Das Standgeräusch steigt von 88 auf 90 dB(A). Das Fahrgeräusch legt von 76 auf 77 dB(A) zu. Trendy ist das nicht. Schon die R 1250 GS kam manchen zu laut vor.

BMW ShiftCam-Technologie bleibt an Bord

Spätestens seit Einführung der BMW ShiftCam-Technologie, die wieder mit an Bord ist, ist die Boxer-GS ein Wunder an Laufruhe und Durchzugskraft. Im Schritttempo Geröllberge rauf, im Attackemodus Landstraßen entlang oder Serpentinen hoch, mit Tempomat über die Autobahn, im 5. Gang regelkonform durch die Tempo-50-Zone – die GS erledigt traditionell alle Fahraufgaben mit Bravour. Das attestieren ihr selbst diejenigen, die mit der omnipräsenten Alpen-Ikone aus Prinzip nichts am Hut haben. Zu populär, zu erfolgreich, zu perfekt – das Phänomen FC Bayern München, bloß auf zwei Rädern statt 22 Beinen.
Option 719
Option 719 Tramuntana: die exklusive Version der neuen BMW R 1300 GS in Aurelius Green metallic. Kreuzspeichenräder in Gold, schwarz gehaltene Komponenten wie Haupt- und Heckrahmen, gold eloxierter Lenker und goldfarbene Linierung.

„Next level of GS“

Erklärtes Ziel der neuen R 1300 GS ist „The next level of GS“. Mehr von allem – das gilt erfreulicherweise auch für die Serienausstattung. Immer an Bord sind künftig beispielsweise Heizgriffe, Motorschleppmomentregelung (MSR, abgestimmt auf den Fahrmodus), die Temporegelung DCC mit Bremsfunktion sowie BMW Motorrad Vollintegral ABS Pro. All das kostete bislang Aufpreis. Eine leichte Lithium-Ionen-Batterie mit Battery Guard (Servicefunktion über die BMW Motorrad App) hält das Gewicht im Rahmen, dank Keyless Ride (Lenk-, Zünd- und Tankschloss) kann der Schüssel in der Tasche bleiben. Die LED-Blinkerleuchten sind ab sofort im Handschutz integriert.
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Für Aufsehen sorgt der neue Scheinwerfer: Die zentrale Voll-LED-Linse im Matrix-Design erinnert an das Auge eines Zyklopen. Ketzerisch betrachtet, wirkt das strahlenförmig darum angeordnete Positions- und Tagfahrlicht ein wenig, als hätte jemand den Scheinwerfer über Kreuz mit reflektierendem Tape befestigt. So oder so ist die neue Leuchteinheit – auf Wunsch mit Kurvenlichtfunktion – deutlich kleiner und moderner als bislang. Sie verleiht der GS-Front ein völlig neues Antlitz – auch wenn der berühmte GS-Schnabel in leicht abgewandelter Form erhalten bleibt.

Insgesamt wirkt das neue Design harmonischer, nicht mehr so vordergründig technisch. „Mit der neuen BMW R 1300 GS haben wir uns darauf konzentriert, das GS-Konzept noch weiter zu schärfen. Das neue Design ist von Integration und Modularität geprägt und bietet optimale Leistung und Funktionalität für alle Fahrer“, so Christian Hahn-Wörnle, Fahrzeugdesign BMW R 1300 GS.
R 1300 GS Triple Black
Maskulin in Triple Black: Seit Jahren ist diese Farboption die erfolgreichste Modellvariante der Boxer-GS. Schwarz uni lackierte Leichtmetall-Gussräder in 5-Speichen-Design (V-Ausführung), Komfortsitz, Komfort-Fußrasten, Kippständer und elektrisch einstellbarer Windschild.

Komplett neues Fahrwerk – das Beste aus zwei Welten

Wie der Motor, so ist auch das komplette Fahrwerk neu konstruiert. Kernstück ist der neue Blechschalen-Hauptrahmen aus Stahl, der laut BMW deutlich höhere Steifigkeitswerte mitbringt als das Vorgängermodell. Der Heckrahmen wurde völlig neu gedacht: Statt der bisherigen Stahlrohrkonstruktion kommt nun ein Heckrahmen aus Aluminium-Druckguss zum Einsatz. BMW Motorrad verspricht hervorragende Steifigkeitswerte, geringes Gewicht und eine spürbare Steigerung der Fahrpräzision und Fahrstabilität. Für die Radführung sorgen in bester GS-Tradition vorn der neu entwickelte Telelever mit Flexelement und hinten ein optimierter Paralever. Beide tragen die Fortschritt verheißende Bezeichnung EVO. Das zulässige Gesamtgewicht bleibt bei 465 kg. Bedeutet: Es dürfen 12 kg mehr zugeladen werden (insgesamt 228 kg).
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Serviceintervalle – wie oft darf das Mopped in die Werkstatt?

Extreme Schräglagen, enge Kehren – einmal im Rollen, fährt schon die aktuelle GS wieselflink, vertrauenseinflößend und souverän wie ein hubraumstarkes Premium-SUV über Asphalt, Stock und Stein. Das Drehmoment soll jetzt im gesamten Drehzahlbereich „spürbar über dem Vorgängermodell liegen“, besonders im fahrdynamisch relevanten Bereich zwischen 3.600 und 7.800 Umdrehungen pro Minute, wo laut BMW Motorrad „ständig mehr als 130 Nm zur Verfügung stehen“. Dadurch soll sich die neue GS „so druckvoll wie nie zuvor“ geben und „enorme Durchzugskompetenz mit beeindruckender Spitzenleistung“ vereinen – ganz gleich, ob im Solobetrieb oder zu zweit.

400 km Reichweite mit einer Tankfüllung

Den Verbrauch gibt BMW Motorrad mit 4,8 l/100 km an. Da liegt die R 1250 GS auch (4,75 l/100 km). Das Tankvolumen schrumpft um einen, auf 19 Liter, macht rein rechnerisch knapp 400 km Reichweite. Auffällig ist die neue Sitzbank: Sie zieht sich

als Mittelcover den Aluminiumtank

hinauf – ganz im Stil krasser Crosser. Überhaupt stärkt BMW Motorrad die Enduro-Optik der GS. Das ganze Bike wirkt schlanker, „sprungbereiter“, agiler als die R 1250 GS. Dazu trägt auch der kompakte Motor bei. Samt Antriebsstrang spart er über zehn der insgesamt zwölf Kilogramm an Gewicht ein. Das Sechsgang-Getriebe liegt jetzt unter (statt zuvor hinter) dem Motor. Dadurch konnten die Getriebewellen deutlich kürzer ausgelegt werden. Ein weiterer Baustein für die Gewichtsersparnis. Erhalten bleibt der GS die Ölbadkupplung mit selbstverstärkendem Anti-Hopping-Mechanismus.
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Kardanantrieb und Hinterachsgetriebe wurden neu konstruiert und designt. Der optionale Schaltassistent Pro arbeitet jetzt mit einem Sensorsignalgeber zusammen. Das soll ein wesentlich direkteres Gefühl bei Schaltvorgängen ermöglichen. Vier Fahrmodi sind jetzt Serie: Rain, Road, Eco und Enduro. Über die Fahrmodi-Vorauswahl können sie individuell angeordnet werden. Auf Wunsch gibt es über die Option Fahrmodi Pro drei weitere hinzu: Dynamic, Dynamic Pro und Enduro Pro.

Riding Assistant mit Radartechnik

State of the art ist das neue Fahrassistenzsystem der R 1300 GS. Wie erwartet, zieht auch bei der GS Radartechnik ein. „Mit dem neuen Riding Assistant mit Active Cruise Control, Frontkollisionswarnung und Spurwechselwarnung bieten wir ein in diesem Segment bisher nicht gekanntes Sicherheitspaket“, sagt
Markus Hamm, Funktionsentwicklung Regelsysteme
BMW Motorrad. Safety first. Auch bei den Farboptionen. Grelle Töne verkneift sich BMW bei der großen GS. Bestellbar ist die R 1300 GS ab sofort. Die Markteinführung erfolgt am 4. November 2023. Startpreis in Deutschland: ab 19.100,-- Euro. Das sind 800,-- Euro mehr als für die R 1250 GS. Wann BMW Motorrad eine Adventure nachschiebt und ob sie weiterhin so heißt, ist bislang noch offen.

Wie sich die neue BMW R 1300 GS fährt, erfahrt ihr in Motorrad & Reisen Ausgabe 119 – ab 27.10.2023 im Handel erhältlich!

In Kürze: Die Geschichte der Boxer-GS

Was 1980 mit 798 ccm Hubraum, 50 PS Leistung, 168 km/h Spitze und 21.864 verkauften Einheiten beginnt, entwickelt sich in mehr als vier Jahrzehnten zu einer der größten Erfolgsgeschichten der Motorradindustrie. Von den 202.895 BMW Motorrädern und Scootern, die im Jahr 2022 an Kunden übergeben wurden, trugen knapp 60.000 die Modellbezeichnung R 1250 GS oder R 1250 GS Adventure. Fast jedes dritte BMW-Bike ist also eine Boxer-GS.

Wie perfekt bereits die Offroad-Eigenschaften der ersten G/S-Generation sind, belegt der Sieg von Hubert Auriol bei der Rallye Paris–Dakar 1981; drei weitere G/S-Triumphe zementieren den Mythos. 1987 folgt auf die R 80 G/S – das Kürzel steht für Gelände/Straße – die BMW R 100 GS (fortan ohne Querstrich) mit 980 ccm und 60 PS samt der zehn PS schwächeren R 80 GS. Bei ihrer Vorstellung im August 1987 gilt die R 100 GS als hubraumstärkste Reiseenduro der Welt. Bereits 1988 avanciert sie zum meistverkauften Motorrad in Deutschland.

Mittragende Motor-Getriebe-Einheit

Ihre Nachfolgerin, die BMW R 1100 GS, punktet mit höhenverstellbarer Sitzbank und einer Leistungssteigerung auf 80 PS. Die Höchstgeschwindigkeit klettert von 187 auf 195 km/h, das Gewicht mit vollem Tank auf 243 kg. Beim Fahrwerk setzt BMW auf eine mittragende Motor-Getriebe-Einheit mit angeschraubtem Hilfsrahmen – ein Novum bei Enduros. Die neu konstruierte Telelever-Vorderradführung und die Paralever-Hinterradführung sorgen für ein komfortables, fast sänftenartiges Fahrerlebnis.

Von der R 1150 GS (ab 1999) verkauft BMW erstmals deutlich mehr als 50.000 Einheiten. Schon im ersten Jahr steht die 1150er ganz oben in der Verkaufsstatistik und bleibt dort bis zum Produktionsende 2003. Das Gesamtpaket aus Boxer, Kardanantrieb, mittragendem Motor und "Schnabel"-Design funktioniert mit jeder Generation besser. Bester Beweis ist die R 1200 GS. Deren erste Generation (intern K25) bringt es zwischen 2004 und 2012 auf 184.399 verkaufte Einheiten und avanciert damit zum meistverkauften Motorradmodell der Welt.

Erst Luft-/Flüssigkeitskühlung, dann ShiftCam-Technologie

Die zweite Generation der R 1200 GS (K50) kommt von 2012 bis 2018 auf 160.336 Einheiten. Pünktlich zum 90-jährigen Jubiläum erfolgt die Markteinführung mit komplett neuem Boxermotor. Wichtigste technische Neuheit: die Umstellung von Luft-/Ölkühlung auf eine kombinierte Luft-/Flüssigkeitskühlung. Gleichzeitig steigt die Leistung von 110 auf 125 PS – und der Absatz brummt: Im März 2014 läuft im Werk Berlin-Spandau die 500.000ste Boxer-GS vom Band – 34 Jahre nach dem Start der Baureihe. Bereits neun Jahre und drei Monate später ist die Millionenmarke erreicht.

Das Jubiläumsmodell, die R 1250 GS, debütiert im Oktober 2018 auf der Intermot in Köln. Umfangreiche Modifikationen an Elektronik und Motor sowie mehr Hubraum machen sie zur bis dahin leistungsstärksten GS. 136 PS und bullige 143 Nm entlockt BMW dem neuen Boxer mit ShiftCam-Technologie. Die neue Technik zur Variierung der Ventilsteuerzeiten und des Ventilhubs auf der Einlassseite beschert dem unerschütterlichen Zweizylinder eine besonders „smoothe“ Gasannahme. Mit der Sanftheit eines handzahmen Riesens nimmt die große GS Gasbefehle entgegen, um dann auf Kommando abzugehen wie eine SpaceX-Rakete. 134.898 Einheiten verkauft BMW Motorrad von 2018 bis 2022. Bis Juli 2023 kommen weitere 19.000 Einheiten hinzu. Jetzt, nach einhundert Jahren, geht es mit 1.300 ccm weiter.
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BMW R 1300 GS - Baujahr: 2023
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