Husqvarna Vitpilen 801 – Der große Roadster ist wieder da
Husqvarna baut seine Straßen-Familie aus. Ab November gibt es auch die Vitpilen mit dem Twin-Motor aus der KTM 790. Damit sind die „Pfeile“ wieder komplett.
Im Straßenbild sieht man die avantgardistische Husqvarna Vitpilen leider viel zu selten, für meinen Geschmack zumindest. Vielleicht ändert sich das, wenn im November 2024 die neue Vitpilen 801 auf den Markt kommt. Den großen Roadster gibt es nämlich nicht nur in dezentem Alusilber, sondern auch in Schreigelb. Sollte sie in dieser Farbe irgendwo parken oder entlang schrubben, fällt sie garantiert auf, die quasi wiedergeborene schicke Schwedin.
Zurück zu alter Modellstärke
Abgefahrener Scheinwerfer: sieht aus, als schwebe das LED-Tagfahrlicht der neuen Vitpilen 801 Als Husqvarna noch Husqvarna hieß und nicht Husqvarna Mobility, gab es Vitpilen und Svartpilen schon einmal als großes „Pfeile“-Duo (das schwedische Wort Pilen heißt auf Deutsch Pfeil). Anno 2018 war das. Damals trugen beide noch die Zusatzbezeichnung 701, was verriet, dass sie mit dem Einzylinder der KTM 690 Duke bestückt waren. Jetzt schlägt zwischen den Rädern der Parallel-Twin mit 799 ccm Hubraum aus der KTM 790. 105 PS und 87 Nm Drehmoment beschert das famose Triebwerk aus dem Hause Pierer Mobility den beiden 801-Modellen. Durch die Rückkehr der großen Vitpilen gibt es Roadster und Scrambler jetzt wieder in jeweils drei Leistungsvarianten und Führerscheinklassen: 125 (A1), 401 (A2) und eben 801 (A).
Jetzt auch bei Husqvarna: Projektorlinsen setzen sich zunehmend durch – cooler Look, geiles Licht Die neue Vitpilen 801 gefällt mit einem auffälligen Bi-LED-Scheinwerfer mit großem Tagfahrlicht und separater, mittig platzierter Projektorlinse. Rein formal bleibt sie der bekannten Vitpilen-Anmutung treu. Der Motor fungiert als tragendes Element innerhalb des Chrom-Molybdän-Stahlrahmens. Das reduziert das Gesamtgewicht (180 Kilogramm ohne Benzin) und sorgt für ein stabiles Fahrgefühl. Die einstellbare WP-APEX-Federung bietet 140 mm Federweg vorn und 150 mm Federweg hinten. Über die 17-Zoll-Gussräder zieht Husqvarna werksseitig „Michelin Road 6“-Reifen und verspricht „ein Höchstmaß an Grip“.
Diverse elektronische Fahrhilfen
Flächiger Tank, kerniger Twin: Die neue Vitpilen 801 kommt mit 105 PS und 87 Nm Vier Fahrmodi stehen zur Wahl: „Street“, „Sport“ und „Rain“ sind voreingestellt, „Dynamic“ kann individuell konfiguriert werden. Hinzu kommen Kurven-ABS, Kurven-Traktionskontrolle und gegen Aufpreis der Quickshifter „Easy Shift“. Wer mag, kann es also ordentlich krachen lassen auf der Karacho-Husqvarna. Lädt er dazu noch die App „Ride Husqvarna Motorcycles“ auf sein Smartphone und koppelt es mit der Connectivity-Unit des Motorrads, kann er sich unter anderem per Turn-by-Turn-Navigation die Route weisen lassen, nach Belieben übers Intercom-Set telefonieren und seine Playlists ansteuern. Für blendfreie Sicht sorgt das Mineralglas-Display des 5-Zoll-TFT-Dashboards. Um sicheres, punktgenaues Ankern kümmern sich zwei schwimmend gelagerte 300-mm-Bremsscheiben vorn mit radial montiertem Vierkolben-Bremssattel und eine 240er-Scheibe hinten.
Technisch identisch mit der Svartpilen 801
Edel oder grell – wie soll sie rüberkommen, die Vitpilen 801? Husqvarna lässt Kunden die Wahl Der Tank fasst 16 Liter. Der Verbrauch beträgt laut Husqvarna Mobility 4,5 Liter auf 100 Kilometer, macht circa 350 Kilometer mit einer vollen Ladung Sprit. Die Sitzhöhe beträgt 820 mm, die Bodenfreiheit 170 mm. Der Radstand misst wie bei der technisch identischen Svartpilen 1.475 mm. Auch bei den Federwegen geben sich Roadster und Scrambler nichts. Die Preise des 2025er-Modell-Lineups will Husqvarna in Kürze bekanntgeben. Bislang fängt die Svartpilen 801 bei 10.899,-- Euro an plus Überführungs- und Nebenkosten in Höhe von 495,-- Euro. Legt man als Vergleichsmaßstab die A2-Modelle an, gibt es die Vitpilen 401 ab 6.199,-- Euro, die Svartpilen 401 ab 6.299,-- Euro. Macht einen Hunni Differenz. Damit lässt es sich leben.