Der knackblaue Rahmen springt einen sofort an. „Octane Blue“ hat BRP den auffälligen Anstrich der runden Rahmenrohre getauft. Er steht im sportlichen Kontrast zum „Monolith Black“ der vertrauten Karosserie. Zwei Räder vorn, eine dicke Walze hinten, breiter Lenker – die dreirädrigen Can-Am Spyder fallen im Straßenbild auf wie Außerirdische, selbst hier an der Côte d’Azur, wo an jeder Ecke teure Exoten parken.
Can-Am-Hersteller BRP hat zur Fahrpräsentation nach Südfrankreich geladen. Erstmals steht hier das nahezu komplette 2022er-Line-up für Testfahrten zur Verfügung. Dramatische Neuerungen gibt es nicht, dafür eine feine Modellpflege für alle Modelle. Fangen wir mit dem knackigen Ryker an. Der Einstieg ins dreirädrige Fahren an der frischen Luft startet jetzt bei 10.675,-- Euro. Das Zweizylinder-Basismodell mit Rotax 600 ACE leistet wie gehabt 50 PS, der Dreizylinder Rotax 900 ACE schickt durchaus kernige 82 PS ans 16-Zoll-Hinterrad.
Neue Farben und bessere Federung
Alle 2022er Spyder-F3-Modelle auf einen Streich. Von links oben nach rechts unten: F3-S Special Series in Blau-Schwarz und "Manta Green“, F3 Limited und F3
Wer es an der Ampel darauf anlegt, könnte damit einen 15 Meter langen schwarzen Strich auf dem Asphalt ziehen; aber das macht bei diesem Benzinpreisniveau natürlich niemand. Neue Farben werten die Verkleidungsteile auf. Schrille Vögel setzen auf „Pinky Pineapple“, alternativ gibt es das klassisch gestreifte „Heritage White IV“ sowie die dezenteren Varianten „Nitro Blue“ und „Sonic Silver“. Der rasante Ryker Sport (ab 13.875,-- Euro) punktet mit verbesserter Federung: Hinten arbeitet jetzt ein Kayaba-Gasdruckstoßdämpfer mit Vorspannungseinstellung per Drehrad. Der neue Sport-Komfortsitz bietet guten Halt und angenehme Härte. Nach hinten begrenzt ihn die MAX-Montagehalterung, auf der verschiedene Gepäcklösungen montiert werden können und sogar ein Beifahrerpolster. Die Zuladung beträgt 199 Kilogramm.
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Blick auf die linke Bedienzentrale des Ryker. Elegant integriert: die Taste für die Griffheizung. Optional: die voluminöse Soundanlage
Neu beim Ryker Sport und dem robusten Ryker Rally (ab 15.875,-- Euro) ist der Tempomat links am Lenker. Eine simple Ein-Knopf-Lösung, die nach kurzer Eingewöhnung das Fahren mit konstanter Geschwindigkeit ermöglicht. Einmal tippen zum Einschalten, noch mal länger zum Aktivieren der gewünschten Geschwindigkeit. Simpel und effektiv. Ein Berganfahrassistent erleichtert das Starten an Steigungen. Für Sicherheit sorgen ABS sowie Stabilitäts- und Traktionskontrolle.
Dem ergonomisch feingeschliffenen Ryker Rally – vergrößerter Abstand zwischen Lenker, Sitz und Fußrasten, dazu mehr Bodenfreiheit – verhilft die Elektronik zu einem verbesserten Drift-Modus auf losem Untergrund. Beim Ryker Sport sorgt die lässigere Auslegung der Traktionskontrolle für vergleichbare, kontrollierte Drifts auf Asphalt. Fürs vordere Staufach gibt es jetzt einen gepolsterten, signalgelben Organizer. Auf Wunsch sorgt ein Audiosystem, das sich ums Display schmiegt, für Musikbeschallung. Soll bis 90 km/h funktionieren, verspricht der Zubehörkatalog.
10 PS mehr fürs F3-Basismodell
Sportlichster Vertreter der Spyder-Familie ist der F3-S. Der Dreizylinder-Rotax-Motor leistet hier wie im Spyder RT 115 PS, muss aber deutlich weniger Masse bewegen
Sportlichstes Modell von Can-Am bleibt der F3-S (ab 24.551,-- Euro). Sein 115-PS-Dreizylinder kommt jetzt auch im Basismodell F3 zum Einsatz. Das beschert dem Einstiegs-F3 (ab 20.351,-- Euro) 10 PS mehr Leistung. Neu im Programm ist die „Special Series“, die es neben unserem schwarz-blauen Testbike auch in „Manta Green“ gibt; ein knalliger Farbton, den garantiert keiner übersieht. Gleiches gilt für das neue „Viper Red“ des bekofferten F3 Limited Special Series (ab 30.751,-- Euro).
Neuer Frontgrill, Einzelsitzabdeckung, Instrumentenspoiler für die fast 20 Zentimeter breite Digitalanzeige – die Special Series steht dem F3 ausgesprochen gut. Der F3-S lässt sich mit seinen vorderen Gasdruckstoßdämpfern sehr dynamisch durchs kurvige Hinterland von Cannes & Co. bewegen; fahrspaßmäßig ist er die klare Nummer eins im Testfuhrpark. Nur der ungefilterte Fahrtwind, der hier morgens erstaunlich frisch sein kann für die Jahreszeit, legt einem nahe, dass der Spyder F3 Limited vielleicht auch eine Alternative sein könnte.
Platz für zwei: Blick ins Topcase des Topmodells RT Sea-to-Sky. Nützliches Extra: die Rückenlehne für den Fahrer
138 Liter Stauraum mit Topcase, Audiosystem mit sechs Lautsprechern, automatische Niveauregulierung hinten, Trittbretter, dazu bei der Special Series noch der ausgesprochen bequeme Komfortsitz und der „angereichte“ Lenker, der sich näher zum Fahrer streckt – das ist schon sehr entspanntes Fahren und Reisen hinter dem opulenten Wetterschutz von Windschild und Verkleidung. Die bewährte 6-Gang-Halbautomatik trägt ihren Teil dazu bei: Rauf schaltet der Fahrer per Daumentaster links am Lenker, runter geht es automatisch oder wahlweise ebenfalls manuell.
Neue Farbe und Rückenlehne fürs Topmodell
Volle Dröhnung: Sechs Boxen gibt es serienmäßig beim RT Sea-to-Sky. Der Windschild lässt sich wie gehabt elektrisch justieren
Ganz oben in der Komfortliga spielt weiter der Can-Am Spyder RT. Das Topmodell Sea-to-Sky (ab 33.251,-- Euro) gibt es jetzt auch in „Mystery Blue“. Neu designte silberne 12-Speichen-Felgen, neue Rückenlehne für den Fahrer – auch hier hat Can-Am nachgeschärft. Was bleibt, ist ein extrem komfortables Reisegefährt, das im teils engen, verwinkelten Geläuf des südfranzösischen Hinterlands aber deutlich abfällt in puncto Manövrierbarkeit und Fahrspaß im Vergleich zu Spyder F3 und Ryker.
Der RT ist halt ein Asphalt-Dampfer. Ein echtes Kreuzfahrtschiff, trocken 464 Kilogramm schwer und solide wie ein Linienbus. Aber nun: Viele Spyder-Fahrer schwören gerade deshalb darauf. Fahrerinnen bevorzugen den leichten Ryker: Jeder Dritte wird von einer Frau gefahren. Und mehr als die Hälfte der Besitzer sind Neueinsteiger auf diesem Markt. Die Einstiegshürde ist bekanntlich niedrig: Autoführerschein reicht für die dreirädrigen Spyder und Ryker.