Bernhard M. Höhne
Bernhard M. Höhne
Um nach dem Erscheinen der
BMW R1300 GS nachlegen zu können, arbeitet man in Mattighofen an einem umfassenden Facelift, das vermutlich zur Saison 2025 bei den Händlern stehen dürfte.
KTM 1390 Super Adventure bekommt den Motor der 1390 Super Duke R
Ein wichtiger Faktor dabei ist eine umfangreiche Überarbeitung des Motors: Die Super Adventure wird wohl die in der
1390 Super Duke R bereits eingeführte vergrößerte Bohrung übernehmen, was auch hier 1.350 ccm Hubraum und, entsprechend KTMs Nomenklatur, die Bezeichnung 1390 Super Adventure zur Folge haben wird. Auch die in der Super Duke kürzlich bereits eingeführten Änderungen an Airbox und Drosselklappen dürften ihren Weg in die Großenduro finden. Die der Super Adventure eigenen Krümmer scheinen auf den Erpobungsbikes auf den Fotos mehr Durchmesser zu haben, was im Hinblick auf die sonst unveränderte Krümmerführung auf ein Plus an Drehmoment hindeuten könnte.
Unklarheiten bei Getriebe und Schaltung
Die Spitzenleistung soll auf rund 170 PS ansteigen, wobei derzeit unklar ist, ob dafür auch die, ebenso mit der 1390 Super Duke R eingeführte, variable Ventilsteuerung Camshift ihren Weg in die Super Adventure findet. Denkbar erscheint, dass KTM zunächst darauf verzichtet, um zwei später folgenden Topmodellen Möglichkeiten zur Differenzierung zu geben. Des Weiteren ist in gut unterrichteten Kreisen die Rede von der Einführung eines innovativen Getriebes. Möglich, dass es sich dabei um jene Konstruktion eines automatisierten Schaltgetriebes handelt, die sich die Österreicher im Februar 2023 haben patentieren lassen und die auf einen Schaltmotor, eine Automatik-Kupplung und eine integrierte Parkbremse setzt. Dabei dürfte es sich aber um ein optionales Extra handeln, dass zudem wohl erst später erhältlich sein wird.
Die Großenduro wird voluminöser und windschnittiger
Optisch wird die 1390 Super Adventure erkennbar sein an einer Verkleidung die insgesamt voluminöser ausfällt und durch die auch der Windschutz zulegen dürfte. Windschutz scheint überhaupt ein Aspekt zu sein, dem bei allen Modellen besonderes Augenmerk zuteilwird. Besonders auffällig wirkt dies bei der neuen Frontlampe: Diese legt künftig auch das KTM-typische Splitface ab und greift den 3D-Look der 990 Duke sowie der 1390 Super Duke R auf. Am frühen Prototypen fiel zudem bereits ein Arrangement kleiner Flaps innerhalb der neuen Frontscheinwerfereinheit auf, die als kleine Spoiler den Windschutz unterstützen dürften. Ein weiterer Prototyp auf unseren neuesten Fotos trug darüber jedoch eine Lampenverkleidung spazieren, die ebenso auf aerodynamische Finesse hindeutet, nicht weniger als die Bremsabdeckungen desselben Bikes. Da die meisten Prototypen zuletzt jedoch ohne die Abdeckungen, sowohl der Bremsen als auch der Lampe, gesichtet wurden, könnte es sich bei beiden um später optionale Extras handeln.
Neues Display und erweiterte Modellpalette – frühestens ab Frühjahr 2025
Vermutlich serienmäßig, jedoch bei allen bisher gesichteten Vorserienbikes noch stark getarnt, ist ein neuer, ungewöhnlich groß erscheinender, Infotainmentscreen. Die genauen Dimensionen sind durch die Tarnung zwar schwer zu erkennen, scheinen sich aber im Bereich eines größeren Tabletts, also 11 bis 13 Zoll, zu bewegen. Dieser dürfte allen Varianten gemein sein. Die Modellpalette wird zudem wachsen: So wird, wie bisher, die S-Version mit 19-Zoll-Vorderrad und semi-aktiver Federung, und die geländegängigere R-Variante mit 21-Zoll-Vorderrad und manuell voll einstellbarer Federung erhältlich sein. Zudem wurde in der Vergangenheit eine offenbar tourentaugliche Super Adventure mit 21-Zoll-Vorderrad gesichtet. Ob diese noch den Weg in die Serie findet, ist jedoch unklar. Mit der Markteinführung der 1390 Super Adventure ist zum Frühjahr 2025 zu rechnen.