Erwischt – Ducati Hypermotard 659/„Hypermono“

Nicht weniger als den stärksten Serien-Einzylindermotor erwarten wir in der neuen Supermoto aus dem Hause Ducati.
Erwischt – Ducati Hypermotard 659/„Hypermono“
Erwischt – Ducati Hypermotard 659/„Hypermono“ Ducati Hypermotard 659 Prototyp – Heckansicht Fahrt
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19.09.2023
| Lesezeit ca. 2 Min.
Bernhard M. Höhne
Bernhard M. Höhne
Ducati. Die Norditaliener waren in den letzten Jahrzehnten vor allem für leistungsstarke V2-Motoren bekannt. Erst in den vergangenen Jahren begann man den Ruhm aus der MotoGP zu nutzen und seine stärksten Twins durch V4-Motoren zu ersetzen, die in ihrer Urform aus dem Grand Prix-Boliden Desmosedici aus dem Jahr 2016 abstammen.


Der Einzylinder war bei Ducati in Vergessenheit geraten

Dass in Bologna aber jahrzehntelang auch Einzylindermodelle gefertigt wurden, ist dabei fast in Vergessenheit geraten. An diese Historie möchte man bei Ducati ab Frühjahr 2024 anknüpfen und plant dafür eine Supermoto mit einem neu entwickelten Einzylindermotor, der laut Homologationsdaten 659 ccm Hubraum haben soll. Optisch ist die hauseigene Hypermotard 950 Vorbild, von der gewohnten Frontpartie hin zu dem nicht minder typischen doppelten Underseat-Auspuff, dies belegen Fotos eines Prototyps auf letzten Testfahrten in Bologna. Hypermotard 659 gilt als mögliche Bezeichnung. Die Stoßrichtung ist damit ein Segment, das KTM derzeit mit der 690 SMC für sich allein hat und in dem die Österreicher jahrelang in mehreren europäischen Ländern veritable Verkaufserfolge erzielt haben.

Kein Einstiegsmodell

Damit ist zudem klar, dass sowohl die einzylindrige Supermoto, als auch alle weiteren Derivate, die in Zukunft sicher folgen werden, alles andere als Einstiegsmodelle werden. Als Grund gilt unter anderem der Entwicklungs- und Produktionsaufwand, der für moderne, leistungsstarke Einzylindermotoren zu Buche schlägt. So gilt es Vibrationen und Laufruhe, Geräusch- und Abgasemissionen sowie kompetitive Leistungsdaten unter einen Hut zu bringen, was bei KTM beispielsweise zur Folge hat, dass der Antrieb der 690 SMC in der Herstellung als teurer gilt als jener der 790 und 890 Duke. Ähnliche Voraussetzungen dürften bei der Hypermotard 659 für Einstiegspreise oberhalb der Monster und der Scrambler-Palette sorgen.

Der stärkste Serien-Einzylindermotor?

Neben dem Hubraum sind weitere Leistungsdaten noch ein wohlbehütetes Geheimnis. Es steht aber zu vermuten, dass man sich in Borgo Panigale nicht lumpen lassen und KTM, zumindest bis zur nächsten Generation der 690 SMC, den Titel des stärksten Einzylindermotors in Serienproduktion streitig machen will. Das würde für eine Nennleistung von 75 bis 80 PS reichen. Abseits davon werden Öhlins-Fahrwerkselemente, Brembo-Bremsen, 6-Achsen-IMU, TFT-Instrumentierung und weitere Features verbaut, die derzeit noch eher gehobeneren Modellen vorbehalten sind und nochmals unterstreichen dürften, dass es sich hierbei eher nicht um ein günstiges Einstiegsmodell in die Palette der Bologneser handeln wird. Mit der Vorstellung rechnen wir im Laufe der Ducati World Première 2024 Episoden. Der Verkaufsstart dürfte im Frühjahr 2024 sein.
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