Entstanden aus Jahrtausende alte Handels- und Militärrouten – oftmals in über 2.000 Metern Höhe – bieten die hochalpinen Pisten ein sattes Motorradabenteuer.
In Gesprächen mit Freunden wird schnell klar: Ich träume nicht allein von der Ligurischen Grenzkammstraße! Augenblicklich sind Frank und Carsten Feuer und Flamme – sie kommen mit. Ein gemeinsamer Termin wird schnell gefunden und das Problem der weiten Anreise geklärt. Zweifel nagen dann doch an dieser Entscheidung.
Die richtige Entscheidung?
Ist es richtig, dieses Abenteuer anzugehen? Schaffe ich das überhaupt? Die Neugierde siegt jedoch über alle Zweifel und
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Frank wird zum Motivationstrainer. Er hat gut lachen, kommt er doch aus dem Offroadsport und sieht diese Tour als Aufwärmübung an. Carsten sorgt sich ebenso. Hat er doch dazu auch noch einen schwergewichtigen Grund: Seine BMW F 800 GS muss die Piste meistern. Aber je näher wir dem Startpunkt kommen, umso besser wird die Stimmung. Fantastische Schräglagen spülen uns dann nach Tende. Hier versinken die Zeltheringe in den Boden des Campingplatz Municipal Saint Jacques.
Einfache Passagen bieten Raum für herrliche AusblickeVoller Vorfreude werden die Motoren früh am nächsten Morgen zum Leben erweckt. In La Briuge wird der sandige Einstieg schnell gefunden. Die Zufahrt an der Sixtinischen Kapelle Notre Dame des Fontaines lässt uns rasch wieder an den losen, weichen Untergrund gewöhnen. Stetig steigt der Weg durch den Wald mit bis zu 15 % immer höher. Es öffnen sich die ersten Blicke auf die baumlose Berglandschaft. Unmittelbar werden wir an einer Kreuzung ausgebremst.
Die Ligurische Grenzkammstraße (LGKS) wird erreicht
Das Ziel, die Ligurische Grenzkammstraße, wird erreicht und die erste wundervolle Aussicht auf die wilden Berge ringsherum ausgiebig genossen. Hier muss eine Entscheidung getroffen werden: Wo fahren wir lang – links oder rechts auf der ehemaligen Militärstraße? Unerwarteterweise saust eine Reisebekannte herbei. Carola nimmt uns die Entscheidung ab. Wir folgen ihr auf dem Weg in Richtung Norden.
Felsen und Geröll versperren uns fast gänzlich die Strecke!Die Ligurische Grenzkammstraße führt weiter bergan. Die Strecke wird dabei immer härter, und der Lenker schlägt hin und her. Bald pflastern lose, grobe Steinplatten den Weg. Mächtig stöhnen auch die Federelemente unter dem immer rauer werdenden Geläuf. Der Hauptständer klopft mahnend an den Rahmen. Das ist nun definitiv nichts für Leute mit Schotterallergie!
Höhenangst hat hier nichts zu suchen!
Dann versperrte ein steiler Hangabrutsch mit viel Geröll den Weg. Es geht nur noch einspurig weiter.
Ein abgerutschter Hang lässt es nur noch einspurig weitergehenHöhenangst hat hier nichts zu suchen! Die Frage „Konzentration auf die Strecke oder Fernsicht?“ stellt sich auch nicht, denn beides zusammen geht einfach nicht! Daher verstummen auf 2.045 Meter Seehöhe die Motoren. Nur der Wind belebt die Stille der Einsamkeit am „Pas du Tanarel“. Am fantastischen Aussichtspunkt wollen wir auch mal den Blick in die Ferne schweifen lassen. Anschließend vernichten wir – zehn Kehren warten – einiges an Höhenmetern, um in das Tal nach Monesi zu gelangen. Ein beherzter Zug am Bremshebel läutet dort an einem Gasthof eine Pause zur Stärkung ein. Carsten mimt den Italienischübersetzer. Unbekannte Wortfetzen und merkwürdige Namen fliegen durch die Luft. Vorsichtig bestelle ich die mir bekannte Carbonara.
Schnecken mit Gemüse, guten Appetit! Carsten und Frank ordern augenscheinlich nach dem Klang der Namen. Umgehend wird das Gewünschte produziert und serviert. Zweimal eine große Schale Schnecken im Gehäuse. Na dann: Guten Appetit!
Asphalt? Nein! Wir wollen doch lieber schottern
Nach der schmackhaften Stärkung rollen die Räder nicht nur im Schneckentempo über eine kurvige und kehrenreiche Asphaltpassage. In Mendatica wird der Blinker auf rechts gesetzt. Wir wollen doch lieber schottern. So fliegen die Stollen über eine gut ausgebaute Lehmpiste. Mächtige Querrillen werden dann als Sprunghügel genutzt. Die Landschaft öffnet sich, und die Aussicht beeindruckt. Der Nebel wartet hoch oben wieder auf uns, und der Monte Sacarello verbirgt sich immer noch im undurchsichtigen Weiß. Weitsicht wird fortan ein Fremdwort und das Visier blitzartig von tausenden Tröpfchen bedeckt. Gemeinsam tasten wir uns vorwärts. Gleich hinter einem Tunnel geht es erneut bergab. Dafür gewinnt die Weitsicht, und eine traumhafte Hangstraße wird schnell durchbraust. Nun folgt die bereits bekannte Piste hinab nach La Brigue. Durch das Roya-Tal stürmen wir dem Tunnel de Tende entgegen. Vor diesem wird die Straße jedoch nach links verlassen. Das geschotterte Abbild des Stilfser Joch befindet sich zum Greifen nah. Wie das Röntgenbild des menschlichen Darmes liegen 46 Kehren eng übereinander gestapelt vor dem Lenker. Durch nur anfangs asphaltierte Serpentinen schrauben wir uns durch das Kehrenspektakel immer höher den Hang hinauf. Eine Straßenblockade aus Sand und Fels für zweispurige Fahrzeuge muss noch überwunden werden, um den Col de Tende in 1.871 Meter zu erreichen.
Colle de TendaDie halb verfallene Festung Fort Central thront majestätisch auf dem Gipfel. Ein sattes Panorama über die unendlich erscheinende Bergwelt fesselt den Blick. Ebenso muss hier eine Entscheidung her: Abenteuerlich geht es in beide Richtungen weiter. Der durchwachsene Wolkenhimmel spricht für die kaum bekannte, französische Variante der LGKS: Baisse de Peyrefique. Über schöne, staubige Pisten fliegen die Motorräder mit wehenden Staubfahnen am Fort de la Marquerie vorbei. Die kahle Landschaft lässt weite Blicke zu, und ein alter Felsabbruch erscheint im leuchtenden Algengrün. Auf geschotterter Strecke wird das Baisse de Peyrefique erreicht.
Bunkeranlagen finden sich überall an der LGKS!
Am Wasserfall de Valmasque finden sich Schneereste!
Alte Bunkeranlagen ducken sich hier an die Berghänge. Die Bergwelt besticht hier aber auch durch märchenhafte Ausblicke, immer wieder das Auge fesselnd. Die Räder rollen durch einen kleinen Tunnel, und am Wasserfall de Valmasque finden sich Schneereste, auch im Hochsommer! Das Hinweisschild „Achtung 4x4 Conseillé“ erregt unsere Aufmerksamkeit und dann führt ein teils sehr steiniger Eselskarrenweg steil bergan. Die Herausforderung wird angenommen. Frank tänzelt mit seiner 800er leichtfüßig voraus.
Immer schwieriger werdende Tracks lassen das Fahrwerk stöhnen!Carsten hat Mühe, seine BMW auf Kurs zu halten. Mir geht’s kaum anders, und so sind wir froh, als wir den höchsten Punkt dieses Absschnitts erreichen. Dort ernten wir von Vollcrossern lobende Blicke und schnaufen erst einmal tief durch. Von dort führen steile Geröllpassagen bergab. Lose Steinplatten lassen die Räder mehr rutschen als rollen. Schweißgebadet wird in Casterino eine Pause eingelegt und der Koffeinspiegel umgehend korrigiert.
Wir müssen den Rückzug antreten!
Die nächste steinige Piste führt vom Ort direkt in die Berge hinauf. Der holprige Weg wird immer steiler, Baumwurzeln durchziehen ihn. Lose schwimmender Steinbelag bringt die GS von Carsten zu Fall.
Die herrlichen Kurven der Ausweichroute sind Entschädigung genug!Der Heidenau Scout muss in diesem anspruchsvollen Geläuf aufgeben. Er liefert keine Traktion mehr. Vollcrosser zeigen uns mit ihren leichten Maschinen das Maß der Dinge. Wir aber müssen den Rückzug antreten und folgen einer wunderschönen Asphaltpiste nach Tende. Die Kurven dort entschädigen uns ein wenig für das entgangene Offroadglück.
Der zweite Tag lädt förmlich zur Nordroute ein
Strahlend blauer Himmel kitzelt uns in der Morgenstunde wach. Eine Entscheidung wird schnell getroffen: Das scheint das ideale Wetter für die Nordroute der LGKS zu sein. Um schnell beim Einstieg der Route am Fort Central zu sein, wird der Straßentunnel genutzt. Dieser spuckt uns mitten im Nebel auf der Nordseite aus. Was soll das? Auf Asphalt kurven wir dennoch unerschrocken dem Fort Central entgegen.
Über den nördlichen Einstieg zur Grenzkammstraße tauchen wir in die fantastische Bergwelt ein!Hier befindet sich der nördliche Einstieg zum Abenteuer Ligurische Grenzkammstraße. An den Liften des Limoneser Skigebietes herrscht ein scharfer Wind und bläst die Wolken von dannen. Auf schmalen Trassen hangelt sich der Weg am Fels immer höher.
Wir tauchen in eine hochalpine Landschaft ein
Wir tauchen in die fantastische, einsame Bergwelt ein und befinden uns schließlich weit oben über einem weißen Wolkenteppich. Ein Panorama der Extraklasse liegt uns zu Füßen. Unendlich viel Zeit wird vertrödelt, um all das zu genießen. Ein gutes Stück weiter hat Mutter Natur aber erneut ein besonders wahnsinniges Erdenbild gestaltet: Der Col de la Boaire gilt als der spektakulärste Abschnitt des Grenzkammes. Die berühmte „Showkurve“ befindet sich hoch oben über dem weißen Nebel. Gierig saugen wir die Bilder voller Anmut auf und müssen letztlich die Motorräder weiter treiben.
Die berühmte „Showkurve“Ein Erdabgang lässt uns innehalten und diesen in Augenschein nehmen. Ein Italiener kommt zurück und meldet: kein Durchkommen, Baustelle! Frank muss derweil die steilen Serpentinen hinunter ins Tal austesten. Der Italiener und zwei andere Motorradfahrer schauen dem Spektakel begeistert zu. Vermutlich schließen sie schon Wetten ab. Auf dem Rückweg kommt die BMW über einen Erdabrutsch ins Straucheln und kippt talwärts. Kopfüber bleibt sie antrieblos liegen, während der erfolglose Reiter eine Rolle tiefer talwärts purzelt. Wir beschließen, aus Sicherheitsgründen zu Fuß hinunterzugehen und bergen zu dritt die Maschine. Schweißgebadet kommen wir zum Erdrutsch zurück.
Wenns rollt, dann rollts, wir bringen die GS wieder auf KursDort setzen wir uns auf die Randsteine und sehen den Bauarbeitern zu. Diese erblicken uns und fahren doch augenblicklich den Bagger zur Seite! Die Freude über das unerwartete Durchkommen ist riesig, brav bedanken wir uns. Wir tauchen in eine einsame, baumlose, hochalpine Landschaft ein. Lockeres Geröll und extreme Steigungen führen durch eine Art steinerne Hochgebirgswüste. Im Rifugio Don Barbera kühlen die Motoren bei einer Pause knisternd ab. Anschließend werden jenseits der 2.000-Meter-Marke grandiose Aussichten und auch der Fahrspaß weiter genossen. Südlich stoßen wir erneut auf die bereits bekannte Strecke am Tanarel Pass. Wieder einmal meint es der Sacaello nicht gut mit uns: Der Berg verbirgt sein Haupt im dichten, weißen Nebel. Eine noch offene Rechnung namens Baisse d´Ourne muss aber auch beglichen werden, und zwar die bisher nicht erfolgreich gemeisterte Piste dort. Die alte Militärstraße macht einen großen Bogen auf der Westseite des tief eingeschnittenen Roya-Tals und lockt mit herrlichen Blicken auf die imposanten Berge rund um die Ligurische Grenzkammstraße.
Herrliche Blicke auf die imposante BergweltDas muss natürlich angemessen genossen werden, und so teilen wir hier das mitgeführte Vesper auf, bevor sich die geliebten Räder wieder drehen. Auf kurvenreicher Strecke wird anschließend mächtig Höhe vernichtet, bevor wir im schönsten Sonnenschein Tende wieder erreichen.
Wir durchbrechen wieder die Wolkendecke!
Es folgt der schnelle Einstieg bei La Brigue, um die Südroute der LGKS unter die Stollen zu nehmen. Auch hier durchbrechen wir wieder die Wolkendecke und böllern teilweise durch einen Wechsel aus Nebel und strahlend blauen Himmel. Die Piste bietet keine nennenswerten Schwierigkeiten. Sie schlängelt sich oftmals unterhalb des Kammes entlang. Auf iner tollen Straßenstrecke führt es uns später nach Pina, und ein kräftiges italienisches Mittagessen wird zur Stärkung eingenommen.
Das Mittelmeer kommt in Sicht
Gut gestärkt kratzen wir mit unseren Stollenreifen durch wunderschöne Asphaltkurven hinauf zum Grenzkamm. Vollkommen allein surfen wir dort durch die erneut grandiose Landschaft, bis eine alte Bunkeranlage die nächste Rast einläutet. In der Ferne wird schon das Mittelmeer gesichtet. Voller Vorfreude brausen wir diesem entgegen. Doch zuvor liegt der nächste schwierige Abschnitt vor dem Lenker. Kernige Serpentinen mit lohnenden Panoramaausblicken und tiefer Schotter mit kindskopfgroßem Geröll wechseln sich ab.
Der Belag wird stetig rauer!So ist auf dem steilen, schmalen Abschnitt allerhöchste Vorsicht geboten. Also rutschen wir mehr, als dass wir fahren würden, dem Mittelmeerstrand entgegen. In Camposso wird die gemeinsame Freude über die bezwungene LGKS mächtig abgeklatscht.
Eine fantastische Zeit neigt sich dem Ende zu
Auf einer Traumstrecke durch das Vallée de la Roya wird im Rhythmus des Walzers durch rote Gesteinsformationen der Staub aus den Stollen geschüttelt. Eine fantastische Zeit neigt sich dem Ende zu. Carsten spricht noch einen Wunsch aus: „Maira-Stura, ebenfalls eine alte Militärstraße, da müssen wir hin!“ Das nächste, weltabgeschiedene Abenteuer wird einstimmig angesteuert. Unzählige Stellen mit unbeschreiblicher Fernsicht lassen die Durchschnittsgeschwindigkeit dort mächtig schrumpfen.
Tolle Aussichten sind hier ProgrammIn exponierter Lage ist der Einstieg zwischen zwei Bergflanken schnell ausgemacht. Eine unbeschreibliche Piste führt durch das abgelegene Maira-Tal. Die imposante Felsnadel Rocca la Meja küsst hoch oben den tiefblauen Himmel. Das Sahnestück von Tal wird in vollen Zügen genossen, um der nächsten Traumstrecke entgegenzustürmen. Steil führt die Teerstraße hinauf in mächtig losen, großen Schotter übergehend. An kahlen Berghängen rauschen wir am Kirchlein Madonna delle Grazie vorbei. Murmeltiere verpfeifen uns auf der Strecke und eines läuft beinahe noch vor das Vorderrad. Die Schotterstrecke steigt stetig an, der Belag wird rauer. Bächlein durchziehen die Piste, spülen diese aus und was bleibt ist grobes Geröll. Durch einige Kehren zirkeln die Räder. Herden von Kühen schauen uns mit großen Glupschaugen ungläubig zu. Eine versperrt den Weg und unterstreicht ihr Wegerecht mit ihren Hörnern. Es werden noch einige Kurven zurückgelegt, bis das Offroadglück auf dem „Monte Bellino“ gipfelt. Vor Freude reiße ich die Faust auf 2.830 Meter in den unendlich scheinenden Himmel. Weit gleitet der Blick über die Gipfelzacken unter uns. Wir haben auch diesen Berg bezwungen! Dann geht es hinunter zum Mittelmeerstrand.
Sichtliche Freude über das erreichen der MittelmeerküsteDort lassen wir die erlebnisreiche Woche Revue passieren. Drei Freunde, die die gleiche Sprache sprechen, durch Höhen und Tiefen fahren, finden gemeinsam den einen Termin für neues Gipfelglück: Der nächste Berg ruft!
Motorradtour Ligurische Grenzkammstraße – Der Berg ruft! – Infos
Unzählige Bilder formen sich zu einem imaginären Film, der sich immer wieder vor dem geistigen Auge abspielt. Entstanden aus Jahrtausende alten Handels- und Militärrouten - oftmals in über 2.000 Meter Höhe - bieten die hochalpinen Pisten ein sattes Motorradabenteuer für Leute wie uns, Endurofreaks eben!
Allgemeine Infos
Die hochinteressante Ligurische Grenzkammstraße stellt eines der letzten Offroadabenteuer mitten in Europa dar. Die Region befindet sich direkt am Grenzverlauf zwischen Frankreich und Italien, etwa 30 Kilometer vom Mittelmeer entfernt. Sie führt meist als aussichtsreiche Kammstraße durch einsame Bergregionen. Aus Sicherheitsgründen ist es ratsam, nicht als Einzelfahrer auf der entlegenen Strecke das Abenteuer zu suchen. Es sollte in einer Gruppe von mindestens zwei Fahrern gestartet werden.
Sehens- & Erlebenswert Die gesamte Region stellt ein Endurado der besonderen Art dar. Landschaften, die den Blick fesseln und den Atem rauben können. Fahren oder Staunen ist hier nach jeder Kehre Programm! Dass ein historisches, militärisches Wegenetz unter die Stollen genommen wird, ist wegen vieler Bunkeranlagen und getarnter Geschützstellungen sofort klar. Das ganz große Kino, ein Panorama über das gesamte Himmelsfirmament, stellt allerdings Mutter Natur zur Verfügung. Unzählige Gipfel küssen hoch oben den strahlend blauen Himmel oder strotzen einer Staumauer gleich dem Ansturm der Wolkenmassen. Das ist ein Schauspiel der Extraklasse mit tief bleibenden Eindrücken in der Einsamkeit der Berge.
Anreise
Tende liegt an der Grenze zwischen Italien und Frankreich. Von Norden her führt der schnellste Weg dorthin durch die Schweiz in Richtung Mailand. Dort geht es dann weiter über Cuneo nach Tende. Die Autobahnen in der Schweiz und Italien unterliegen einer Mautpflicht!
Beste Reisezeit
Wegen der teils beträchtlichen Höhenlagen kann man diese Offrod-Abenteuer von Juni bis in den Oktober hinein angehen. Gelegentlich können Schneefelder einzelne Abschnitte bis tief in den Sommer hinein blockieren.
Gebirge am Meer ... wo sich Seealpen und Apennin ins Meer stürzen
Nirgendwo sonst rücken die Seealpen näher ans Meer als im Grenzgebiet von Frankreich und Italien. Sie bilden...